Steuerliche Aspekte bei der Betriebsübergabe im Handwerk
Neben der Suche nach dem passenden Nachfolger entscheidet bei der Unternehmensübergabe im Handwerk vor allem die steuerliche Gestaltung darüber, wie viel am Ende tatsächlich beim Übergeber und beim Nachfolger ankommt. Wer sich frühzeitig mit den steuerlichen Rahmenbedingungen beschäftigt, vermeidet teure Überraschungen.
Welche Steuern spielen eine Rolle
Mit welchen Steuerarten müssen sich Übergeber und Nachfolger bei einer Betriebsübergabe auseinandersetzen.
Je nach Gestaltung der Übergabe können Einkommensteuer, Schenkungsteuer, Erbschaftsteuer oder Umsatzsteuer relevant werden. Welche Steuerart im konkreten Fall greift, hängt maßgeblich davon ab, ob der Betrieb verkauft, verschenkt oder vererbt wird.
Wie wirkt sich Verkauf gegenüber Schenkung aus
Ist ein Verkauf steuerlich günstiger als eine unentgeltliche Übergabe.
Ein Verkauf löst in der Regel Einkommensteuer auf den entstehenden Veräußerungsgewinn aus, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen von Freibeträgen und Vergünstigungen für Betriebsveräußerungen profitieren. Eine Schenkung innerhalb der Familie kann dagegen Schenkungsteuer auslösen, bringt jedoch eigene Freibeträge und Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen mit sich.
Welche Fristen sind zu beachten
Gibt es zeitliche Vorgaben, die bei der steuerlichen Gestaltung wichtig sind.
Bestimmte Steuervergünstigungen setzen voraus, dass der Betrieb über einen festgelegten Zeitraum nach der Übergabe fortgeführt und die Beschäftigung im Wesentlichen erhalten wird. Wird diese sogenannte Behaltensfrist nicht eingehalten, können gewährte Vergünstigungen rückwirkend entfallen.
Wer sollte frühzeitig eingebunden werden
Wie früh sollte der Steuerberater in die Nachfolgeplanung einbezogen werden.
Idealerweise begleitet der Steuerberater den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zum Übergabevertrag, denn viele steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich nur rechtzeitig vor der Übergabe nutzen. Wer erst kurz vor dem geplanten Termin aktiv wird, verschenkt häufig bares Geld.









