Fachkräftemangel im Handwerk: Was Betriebe jetzt tun können
Kaum ein Thema beschäftigt Handwerksbetriebe derzeit so sehr wie die Suche nach qualifiziertem Personal. Offene Stellen bleiben teils monatelang unbesetzt, Ausbildungsplätze finden nicht immer Bewerber, und erfahrene Mitarbeiter gehen in den nächsten Jahren in Rente. Wer den Fachkräftemangel im eigenen Betrieb spürbar abmildern will, kommt an einer aktiven Personalstrategie kaum vorbei.
Warum fehlen so viele Fachkräfte
Woran liegt es, dass gerade das Handwerk so stark betroffen ist.
Der demografische Wandel trifft das Handwerk besonders hart, weil viele Betriebsinhaber und Facharbeiter aus geburtenstarken Jahrgängen altersbedingt ausscheiden. Gleichzeitig entscheiden sich junge Menschen seltener für eine Ausbildung und häufiger für ein Studium, wodurch der Nachwuchs in vielen Gewerken schrumpft.
Wie gewinnt man Azubis
Was funktioniert bei der Suche nach neuen Auszubildenden.
Betriebe, die auf Social Media präsent sind, Schulen besuchen und Praktika unkompliziert anbieten, erreichen Jugendliche dort, wo sie sich informieren. Ebenso wichtig ist ein ehrlicher Einblick in den Berufsalltag, damit sich Bewerber ein realistisches Bild machen können, statt nach wenigen Wochen wieder abzuspringen.
Was hält Mitarbeiter im Betrieb
Reicht ein gutes Gehalt, um Fachkräfte zu binden.
Gehalt spielt eine Rolle, ist aber selten der einzige Grund für einen Wechsel. Planbare Arbeitszeiten, Wertschätzung im Team, moderne Ausstattung und Entwicklungsmöglichkeiten wiegen für viele Mitarbeiter mindestens genauso schwer. Betriebe, die hier investieren, berichten häufig von einer spürbar geringeren Fluktuation.
Welche Rolle spielt Quereinstieg
Können Quereinsteiger die Lücke tatsächlich schließen.
Quereinsteiger bringen oft hohe Motivation mit und lassen sich mit gezielter Einarbeitung und Weiterbildung erfolgreich integrieren. Für Betriebe bedeutet das zusätzlichen Aufwand am Anfang, der sich mittelfristig aber auszahlen kann, wenn dadurch Stellen besetzt werden, die sonst offen blieben.









